Die weltweit einzigartige pädagogische Initiative für den Elementar-, Primar- und Heimbereich

Ministerin Schäfer informiert sich über "Schach für Kids"

v.l.n.r. Prof. Dr. Bovermann (MdL), Ralf Schreiber, Ministerin Ute Schäfer Foto: Ingo Niemann

Am 13. Juli 2013 besuchte die NRW-Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, Frau Ute Schäfer, auf Einladung des Landrates Arnim Brux den Ennepe-Ruhr-Kreis. Erste Station war das LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen. In kleiner Runde und inmitten der aktuellen Ausstellung des Künstlers Karl Manfred Rennertz, begrüßte der Landrat Arnim Brux, die Bürgermeisterin von Hattingen, Frau Dr. Dagmar Goch und die "Hausherrin" des Museums, Frau Dr. Barbara Rüschhoff-Thale, die Ministerin sowie weitere Gäste. Neben der Besichtigung der Industriekultur in der Halle, wurden zunächst die Kunstwerke bestaunt. Danach stand die Vorstellung dreier Projekte aus dem EN-Kreis an. Hierbei starteten die Aphoristiker Hattingen, gefolgt von einer Präsentation des Projektes "Schach für Kids". Zum Abschluss des Besuches stellte sich das Kulturrucksackprojekt vor. Sichtlich beeindruckt von den vorgestellten Aktivitäten, bedankte sich die Ministerin bei allen Vortragenden der Projekte sowie den Gastgebern und machte sich zur anschließenden Veranstaltung im Ibachhaus in Schwelm auf den Weg.

v.l.n.r. Ralf Schreiber Initiator von Schach für Kids, Ministerin Ute Schäfer, Landrat Dr. Arnim Brux, Kulturdezernentin des LWL Drau Dr. Barbara-Rüschhoff-Thale, sowie Prof. Dr. Rainer Bovermann, Mitglied des Landtages

Hattinger Kindergarten wurde zertifiziert

Mit dem Evangelischen Kindergarten Welper wurde am 28. Juni 2013 bereits die vierte Einrichtung durch "Schach für Kids" zertifiziert. Die Leiterin Silvia Mahle begrüßte nicht nur die Kinder die aktuell in der Schach-Gruppe tätig waren, sonder auch zahlreiche Eltern die es sich nicht nehmen ließen, den kleinen Festakt beizuwohnen. Da teilgenommenen Kinder ihre Übungshefte erfolgreich absolviert haben, erhielten sie unter dem Beifall ihrer Eltern die Abschlussurkunde. Für jede erlernte Schachfigur gab es auf der Urkunde einen Erfolgsaufkleber. Sobald alle Aufkleber auf der Urkunde sind, wissen die Kinder, das sie jetzt Schachspieler sind. Anschließend wurden der Kindergarten als SfK-Einrichtung zertifiziert. Wochen zuvor wurde bereits geprüft, ob die Einrichtung die vorgegebenen Kriterien erfüllt. Ralf Schreiber konnte daher nach einer Dankesrede nicht nur die urkunde überreichen, sondern auch das Zertifikats-Schild an der Außenmauer der Einrichtung anbringen.

Umsetzung der Methode „Schach für Kids“ im Familienzentrum Nacken

Einmal im Jahr findet im Familienzentrum ein Schachprojekt statt. An dem Projekt nehmen zwei Monate lang 8 Kinder teil und treffen sich zweimal wöchentlich am Nachmittag. Dabei werden die SfK-Lehrmethode und das SfK-Hilfsmaterial eingesetzt. Das Projekt endet mit einem Eltern-Kind-Nachmittag, Schachkuchen an dem die Kinder gegen ihre Eltern eine Partie Schach spielen können und eine Urkunde erhalten. Kreative Aktivitäten (z. b. Schachfiguren gestalten; Schachbrettkuchen backen) sind Bestandteil des Projektes.

Im Freispiel stehen in den Gruppenräumen Schachbretter zur Verfügung. Die Kinder der Projektgruppe vermitteln den jüngeren Kindern die Freud

Regelmäßig haben die Kinder die Möglichkeit in der Gruppe gegen Erwachsene zu spielen, um die erlernten Spielregeln zu festigen. Durch dieses Schneeballsystem erlernen mehr Kinder das Schachspielen als an dem Projekt teilgenommen haben.e und das Interesse am Schachspiel. Dadurch erlernen auch jüngere Kinder die Namen der Spielfiguren, den Aufbau des Schachbrettes und einfache Schachregeln.

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Bericht der zertifizierten KiTa Westende aus Herdecke

"Schach für Kids" seit 2007 ein fester Bestandteil unseres pädagogischen Konzepts und schriftlich in unserem Konzept festgehalten. Jede Gruppe verfügt über ein großes Schachspiel, welches den Kindern immer greifbar während des Kindergartentages zur Verfügung steht. Zweimal im Jahr wird eine neue Schachgruppe gebildet. Diese Kinder treffen sich an einem festen Tag in der Woche, so dass diese Aktion für die Kinder ritualisiert ist. So treffen sich inzwischen Schachexperten und Anfänger, die miteinander spielen und voneinander lernen.

Besonders schön ist es zu beobachten, dass die Kinder sich das Schachspiel holen, sich auf den Teppich setzen und mitten im Freispiel konzentriert miteinander spielen und sich zudem auch noch gegenseitig helfen und die Regeln erklären! Da die Schachgruppe sich gruppenübergreifend zusammensetzt, ist auch die Möglichkeit gegeben, dass die Kinder auch mit Kindern aus einer anderen Gruppe spielen können, wenn in der eigenen Gruppe mal kein „passender Partner" anwesend sein sollte.

Die Schachgruppe setzt sich aus Kindern im Alter von 3 – 6 Jahren zusammen. Gemeinsam wird im Team überlegt, für welche Kinder die neue Schachgruppe besonders wichtig ist. Unsere Erfahrung zeigt, dass sich Kinder mit Defiziten in der kleinen Schachgruppe schneller öffnen und eine positive Entwicklung zeigen. Wir haben folgende Auswahlkriterien entwickelt:

• Sprachliche Zurückhaltung 
• Sehr aktive Kinder
• Kognitiv weit entwickelte Kinder
• Sehr schüchterne Kinder
• Auffällige Kinder

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Familienzentrum St. Engelbert erhielt SfK-Zertifikat

Landrat und Projekt-Schirmherr Dr. Arnim Brux bringt das Zertifikats-Schild an

Am 08. März 2013 erhielt als erste Einrichtung das Familienzentrum St. Engelbert in Gevelsberg das Schach für Kids-Zertifikat. Zur Übergabe des Zertifikats hat die Leiterin Frau Marion Mariniak nicht nur die aktuellen Kinder und Eltern der Einrichtung eingeladen, sondern auch die Kinder, die in den letzten 6 Jahren am Schach für Kids-Projekt im Familienzentrum teilgenommen haben. Des Weiteren nahmen an der Feierlichkeit der Landrat Dr. Arnim Brux, für den Träger dem KiTa Zweckverband deren Aufsichtsratsvorsitzender Probst Werner Plantzen sowie deren Koordinator der Abteilungsleitungen Herr Bernd Lösken teil. In allen Ecken der Einrichtung wurde Schach gespielt und an vielen Stellen waren Fotos, Zeichnungen sowie eine Filmvorführung aus den letzten 6 Schachjahren zu bewundern. Bevor das tolle Buffet eröffnet wurde, überreichte Ralf Schreiber der KiTa-Leiterin Frau Marion Mariniak die Zertifikats-Urkunde.

Ralf Schreiber konnte bei der Übergabe berichten, dass die Einrichtung die Zertifizierungskriterien weit übertroffen hat. Danach wurde noch die Zertifikats-Plakette im Eingangsbereich der Einrichtung von den Ehrengästen angebracht. Für interessierte Einrichtungen sind die Zertifizierungs-Kriterien hier zu finden.

Es folgt ein vom Familienzentrum St. Engelbert erstellter Bericht:
Immer auf der Suche nach innovativen Ideen, um die individuelle Entwicklung der anvertrauten Kinder zu fördern, gefiel uns die Einladung von Ralf Schreiber die uns im Februar 2007 erreichte, auf Anhieb: Erzieherinnen erhielten das Angebot, Schach als pädagogisches Hilfsmittel in Kindertageseinrichtungen zu testen. Obwohl wir zunächst auch erstaunt waren und uns fragten, ob dieses Spiel bereits für den Elementarbereich geeignet sei, war unser Interesse schnell geweckt. 

Die Erzieherinnen Silvia Rückert-Raider und Dorothea Gericke folgten der Einladung und waren hoch motiviert, mehr über die Hintergründe zu erfahren und das Material kennenzulernen. Fragen wie „Taugt das Schachspiel als pädagogisches Hilfsmittel bei KiTa-Kindern?" oder „Kann Schach die Entwicklung eines Kleinkindes überhaupt fördern und positiv beeinflussen?" wurden zeitnah wissenschaftlich bestätigt. Unter der Schirmherrschaft des Landrates Dr. Arnim Brux und dem von Ralf Schreiber, dem Initiator von „Schach für Kids", sorgfältig entwickelten und zusammengestellten Übungsmaterials, gingen wir mit dem Projekt „Schach für Kids" in unserer KiTa an den Start. Zu Beginn nahmen Kolleginnen mit Eltern im März 2007 an einem Seminar in Hattingen teil, in dem die Geschichte des Schachs, das Ziel des Spiels, das Schachbrett und die Figuren sowie das Projektmaterial präsentiert wurden. Seit dem Frühjahr 2007 findet nun alljährlich das Schach-Projekt seinen festen Platz in der vorschulischen Bildung unserer Einrichtung. Nach einem Infoabend für die Eltern erarbeiten die Erzieherinnen über einen Zeitraum von mindestens zwei Monaten hinweg die Inhalte des Projekts mit den Kindern – anhand der Übungsmaterialien sowie der Übungshefte. Die Kinder sind jedes Jahr von den Spielmaterialien, die bewusst in Größe und Farbe auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind, begeistert. Sie lieben insbesondere die angeschaffte Freischachanlage, die entsprechend kindgerecht gestaltet ist. Sie animiert die Mädchen und Jungen nicht nur dazu, die Spielfiguren zu ziehen, sondern selbst Spielfigur zu sein. Zum Jahresabschluss gibt es traditionell ein kleines Schachturnier mit Eltern und Interessierten, wobei jedes Schach-Kid eine Medaille sowie eine Urkunde erhält. Anschließend haben die Kinder im Flurbereich der Einrichtung weiterhin Schach gespielt. Dort ist eine Schachecke eingerichtet, in der sich die Kinder gruppenübergreifend zum Spielen verabreden können. Im Bereich der ganzheitlichen Entwicklung und Förderung der Persönlichkeit eines Kindes im Elementarbereich haben wir festgestellt, dass das Projekt „Schach für Kids" eine Vielzahl von Basis-Kompetenzen fördern kann. Es kann nicht nur völlig individuell eingesetzt, sondern auch ganz leicht in den täglichen Ablauf der KiTa integriert werden.

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Entsprechend der Bildungsarbeit unserer pädagogischen Konzeption, besonders im Bereich der Denk-und Strategiespiele, ist „Schach für Kids" eine willkommene Ergänzung in Bereichen wie kognitive Entwicklung, Sprache und Kommunikation, Konzentration und Merkfähigkeit, mathematisch-logisches Denken, Fantasie und Kreativität. Aber auch soziale Kompetenzen werden geübt und das kindliche Selbstbewusstsein sowie das eigene Selbstvertrauen gestärkt. Selbstverständlich stehen neben der Frühförderung vor allem auch der Spaß und die Spielfreude im Vordergrund.

Der Erzieherin, die sich mit den Kindern auf den Weg macht, das Spiel der Könige zu erlernen, fällt eine ganz besondere Rolle zu. Neben dem Kennenlernen und Einüben in den verschiedenen Projektphasen ist es ihre Aufgabe, die Kinder zu begleiten, zu beobachten und Entwicklungsschritte zu dokumentieren. Es kommt nicht selten vor, dass sich hierbei besondere individuelle Neigungen und Begabungen eines Kindes herauskristallisieren – vor allem beim Lesen, Schreiben und Rechnen, was wiederum die enge Zusammenarbeit mit unserer Kooperationsgrundschule hinsichtlich des Übergangs von der KiTa in die Grundschule maßgeblich unterstützt.