Die weltweit einzigartige pädagogische Initiative für den Elementar-, Primar- und Heimbereich

Thomas Geisel - Oberbürgermeister Landeshauptstadt Düsseldorf

Schach spielende ältere Herren auf öffentlichen Anlagen in Stadtgärten, Kurparks oder an Spieltischen in Seniorenheimen. Auch Turniere mit zahlreichen Tischen, auf denen die Spielbretter in einer Atmosphäre der Ruhe auf die Kontrahenten warten. Diese klischeehaften Bilder hat man üblicherweise vor Augen, denkt man an das bekannteste Brettspiel der Welt.

Doch Kindergartenkinder, vertieft in das Spiel mit Bauer, Dame und König oder mit dem freudigen Ausruf „schachmatt" auf den Lippen? Zunächst irritiert dieser Gedanke. Jedoch hat die Initiative Schach für Kids eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wie positiv sich das Schachspiel auf die geistige und soziale Entwicklung von Kindern ab drei Jahren auswirken kann und wie es hilft, Konzentrations- bzw. Lernschwächen auszugleichen.

Inzwischen ist Schach für Kids eine anerkannte und zertifizierte Lehrmethode. Nun werden auch in Düsseldorf Kinder auf diesem Wege und in Zusammenarbeit mit dem hiesigen „Competence Center Begabtenförderung" an die Welt des Schachs herangeführt. Hier werden neue Wege des Lernens beschritten. Das begrüße ich, weshalb ich gerne die Schirmherrschaft über das Projekt in Düsseldorf übernommen habe, und wer weiß, vielleicht entfaltet diese Idee auch Generationen verbindende Wirkungen, wenn Großeltern und Enkelkinder ermuntert werden, sich zum Schachspiel zu treffen.

Dr. Hans-Jürgen Weyer - Ehrenpräsident Schachbund NRW

Seit langem ist bekannt, dass das Schachspiel positive Auswirkungen auf die Entwicklung von Kindern hat. Sie lernen u. a., sich zu konzentrieren, Verantwortung für die eigenen Entscheidungen zu übernehmen, die Leistung des Gegners zu akzeptieren, und dass man durch Fleiß seine Ergebnisse verbessert. Das wurde in mehreren Studien bei Schulkindern belegt. 

Bei Schulkindern leuchtete der pädagogische Wert des Schachspiels ein. Doch bei Kindern im Vorschulalter? Ist es nicht doch zu schwer, zu kompliziert für Kinder im Kindergarten? So verwundert es nicht, dass sich die Schachorganisationen schwer taten, das Schachspiel kleinen Kindern nahe zu bringen. Zumal sich die offiziellen Schachorganisationen auch als Vertreter einer Wettkampfsportart verstehen. 

Hier bedurfte es einer privaten Initiative. Angeregt durch seine eigene kleine Tochter überlegte sich Ralf Schreiber aus Hattingen eine Methode, in Kindergärten den Kindern das Schachspiel auf rein spielerische Weise nahe zu bringen. Und er hatte Erfolg! Durch Schulung der Kindergärtnerinnen gelang es zunächst im Heimatort, den Kindern (und den Kindergärtnerinnen) die Freude am Schachspiel als Spiel beizubringen. Überzeugend wurde der Nachweis erbracht, dass auch kleine Kinder das Schachspiel erlernen und Freude daran haben können. Die Idee „Schach für Kids" war geboren. Mit Hartnäckigkeit, Geschick und Tatkraft begeisterte Ralf Schreiber immer mehr Leute von seiner Idee. Es gelang ihm, zunächst lokale, dann Landespolitiker von „Schach für Kids" zu überzeugen und nach und nach auf NRW-Landesebene umzusetzen. Mittlerweile hat sich „Schach für Kids" weit über die Grenzen von Nordrhein-Westfalen hinaus etabliert, fand die Unterstützung etlicher hochkarätiger Vertreter der verschiedensten gesellschaftlichen Gruppen und begeisterte unzählige Eltern und Kinder. Ich kenne keine zweite Schachinitiative, die so viel öffentliche Aufmerksamkeit errungen hat – und verdient hat – wie „Schach für Kids". Dem Initiator von „Schach für Kids", Ralf Schreiber, wünsche ich weiterhin viel Erfolg sowie die notwendige Kraft und Ausdauer. Das Schachspiel hat es verdient, und die Kinder werden es ihm danken.

Dr. med. Helmut Pfleger - Internationaler Schachgroßmeister

"Mit der Initiative "Schach für Kids" ist Herrn Ralf Schreiber eine fantastische Erweiterung des weltweit immer beliebteren Schulschachs gelungen - damit können Kinder schon im Alter von 3-6 Jahren vom zugleich faszinierenden und pädagogisch wertvollen Schachspiel profitieren."

Barbara Ludwig - Oberbürgermeisterin der Stadt Chemnitz

Das Schachbrett gehört zu jeder guten Spielausstattung. In Chemnitz hält das Spielbrett jetzt auch in den Kindertagesstätten Einzug. Unter dem Titel "Schach für Kids" startet in den kommunalen Tagesstätten der Stadt Chemnitz eine Initiative, mit der Mädchen und Jungen in Kitas auf das Schachspiel aufmerksam und damit vertraut gemacht werden sollen. Für dieses Projekt habe ich gern die Schirmherrschaft übernommen, denn der Gedanke gefällt mir, dass Kinder spielerisch und mit viel Neugier ein strategisches Spiel entdecken. Es ist wissenschaftlich belegt, dass die „Schach für KIDS-Lehrmethode" das Denken der Kleinen anregt. Ein anspruchsvolles Spiel wird so mit viel Phantasie und Kreativität erschlossen. Ich danke den Initiatoren und den pädagogischen Fachkräften, die dieser Idee aufgeschlossen gegenüberstehen. Der Initiative wünsche ich viel Erfolg bei ihrem Start in Chemnitz und den Kindern natürlich viel Spaß.

Ullrich Sierau - Oberbürgermeister der Stadt Dortmund

Schach für Kinder ab 3 Jahren? – auf den ersten Blick eine außergewöhnliche Idee, die aber bei näherer Betrachtung großes Potenzial birgt. 

Das frühzeitige Heranführen von Kindern an dieses strategische Spiel fördert die Entwicklung des logischen Denkvermögens, regt die Fantasie an, stärkt das Selbstbewusstsein und erhöht die Konzentrationsfähigkeit, um nur einige wichtige Faktoren aufzuzählen. Vieles von dem, was Kinder benötigen, um zukünftig ein selbstbestimmtes Leben zu führen, wird durch dieses schöne Spiel angeregt – und Spaß macht es zudem auch noch. 

„Schach für Kids" ist daher eine sinnvolle Bereicherung der pädagogischen Arbeit unserer Kindertageseinrichtungen. Spielerisch und altersgerecht im frühkindlichen Bereich eingesetzt, fördert „Schach für Kids" die Kinder in ihrer Entwicklung zu eigenständigen Persönlichkeiten. Deshalb unterstütze ich die Initiative „Schach für Kids" und freue mich, dass das pädagogische Angebot für unsere Kinder in Dortmund damit noch vielfältiger wird.